Logistik Temmel und die Telematik-Lösung MTrack®

Wir haben Günther Bulla, Leiter für Transport und Vertrieb der Herbert Temmel GmbH, zum Interview getroffen. Er hat über die Notwendigkeit gesprochen, das Fuhrpark-Management in die bestehenden Software-Systeme wie Buchhaltung, Lohnverrechnung und Dispo integrieren zu können und uns nebenbei auch von den Zukunftsplänen der Herbert Temmel GmbH erzählt.

Herr Bulla, wenn man sich Ihren Fuhrpark anschaut, fällt auf, dass Sie relativ viele verschiedene Marken im Einsatz haben, gibt es dafür einen bestimmten Grund?

Günther Bulla: Wir haben in den letzten drei Jahren intensive Tests betrieben und es hat sich herausgestellt, dass gewisse Fabrikate für gewisse Geschäftsbereiche besser geeignet sind. Fernverkehr, Nahverkehr, Baustellenverkehr usw., da sind einfach unterschiedliche Anforderungen gegeben. Wir haben festgestellt, dass jede Marke gewisse Vorzüge in gewissen Bereichen hat. So werden die Fahrzeuge auch eingeteilt. Wir haben mittlerweile für jeden Bereich die für uns optimale Marke gefunden.

Setzen Sie auch E-Lkws ein?

Günther Bulla: Ja, wir haben als erstes österreichisches Unternehmen schwere Elektrofahrzeuge bis 40t im Einsatz, zwei haben wir jetzt schon über ein Jahr im Einsatz bei einem Kunden aus der Automobilindustrie. Ein drittes haben wir kürzlich erst von MAN bekommen, ein Feldversuchsfahrzeug, das wir mit der Firma Gebrüder Weiss zusammen betreiben. Diese Fahrzeuge sind im Shuttleverkehr eingesetzt und laufen tadellos. Daher werden wir zukünftig die E-Flotte vergrößern, wir gehen eher weg vom Diesel. Im Jänner 2019 werden wir das erste österreichische Unternehmen sein, der Gasfahrzeuge im Einsatz hat. Unser Ziel ist es, bis 2030 die gesamte Flotte auf alternative Energien umzustellen.

Was war der ausschlaggebende Grund, warum Sie sich vor drei Jahren nach einer neuen Telematik-Lösung umgesehen haben?

Günther Bulla: Eine Integration in unsere bestehenden Softwaresysteme wie Buchhaltung, Lohnverrechnung oder Dispo, war mit dem alten Anbieter nicht möglich. Daher haben wir gesagt, wir brauchen ein System, das wir in unsere bestehenden Software-Systeme integrieren können. Taxi Temmel hat uns dann gleich MTrack empfohlen.

Gibt es erkennbare Einsparungen seit der Umstellung auf MTrack?

Günther Bulla: Wir haben 1998 schon das erste Telematik-System integriert gehabt. Von daher hat sich nicht viel verändert. Wo wir Einsparungen haben, ist die Lohnverrechnung/Abrechnung, wo wir jetzt automatisiert die Stunden integrieren und auch die Diätenabrechnung machen. Das hat sich schon wesentlich vereinfacht.

Gibt es Erweiterungen der Geschäftsfelder für uns im IT-/Fuhrpark-Management, wo Sie sagen, da könnten wir uns drauf stürzen, da ist noch Bedarf?

Günther Bulla: Vom Umfang her eigentlich nicht. Ich wüsste nicht, welche Bereiche noch offen wären. Prinzipiell stellt sich die Frage, wie viel Information braucht man wirklich vom Lkw? Wir haben Systeme kennen gelernt, die bieten einem alles: Berichte von jedem Schaltvorgang des Fahrers. Die Frage ist nur, wer braucht das, wer kontrolliert das und was mache ich mit dieser Information? Es macht keinen Sinn, wenn ich mir ein paar tausend Euro für Schulungen einspare und dann aber die Mitarbeiter benötige, die die Daten auswerten. Von daher ist der jetzige Umfang ausreichend, wir bekommen ja alle wichtigen Daten schon: Treibstoff, Fahrverhalten usw.