Herbert Temmel GmbH

Herbert Temmel GmbH fährt mit MTrack®

„Wir brauchten eine Telematik-Lösung, die in unsere bestehenden Software-Systeme integriert werden kann.“

Günther Bulla, Leiter für Transport und Vertrieb der Herbert Temmel GmbH im steirischen Gleisdorf

(Auszug aus dem Interview im Firmenmagazin MTrack19, 2. Ausgabe, 2018)

Herr Bulla, wann sind Sie zur Temmel GmbH gekommen und welche Aufgaben zählen heute zu Ihrem Betätigungsfeld?

Ich habe 1999 als Fahrer im damaligen Standort in Weiz begonnen, bin aber nach drei Monaten ins Büro gewechselt. Heute obliegt mir die Leitung von Vertrieb und Transport. Das heißt, prinzipiell alle Themen, die mit Fuhrpark, Fahrer usw. zu tun haben, laufen über meinen Tisch. Auch die Einstellungen der Fahrer und Personalüberprüfung fallen in meinen Tätigkeitsbereich. Derzeit haben wir 220 Mitarbeiter in Gleisdorf, wovon 180 mit Lkws unterwegs sind. 

 

Wenn man sich Ihren Fuhrpark anschaut, fällt auf, dass Sie relativ viele verschiedene Marken im Einsatz haben. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?

Wir haben in den letzten drei Jahren intensive Tests betrieben und es hat sich herausgestellt, dass gewisse Fabrikate für gewisse Geschäftsbereiche besser geeignet sind. Fernverkehr, Nahverkehr, Baustellenverkehr usw., da sind einfach unterschiedliche Anforderungen gegeben. Wir haben festgestellt, dass jede Marke gewisse Vorzüge in gewissen Bereichen hat. So werden die Fahrzeuge auch eingeteilt. Wir haben mittlerweile für jeden Bereich die für uns optimale Marke gefunden.

 

Setzen Sie auch E-Lkws ein?

Ja, wir haben als erstes österreichisches Unternehmen schwere Elektrofahrzeuge bis 40t im Einsatz, zwei haben wir jetzt schon über ein Jahr im Einsatz bei einem Kunden aus der Automobilindustrie. Ein drittes haben wir kürzlich erst von MAN bekommen, ein Feldversuchsfahrzeug, das wir mit der Firma Gebrüder Weiss zusammen betreiben. Diese Fahrzeuge sind im Shuttleverkehr eingesetzt und laufen tadellos. Daher werden wir zukünftig die E-Flotte vergrößern, wir gehen eher weg vom Diesel. Im Jänner 2019 werden wir das erste österreichische Unternehmen sein, der Gasfahrzeuge im Einsatz hat. Unser Ziel ist es, bis 2030 die gesamte Flotte auf alternative Energien umzustellen.

Unsere E-Lkws haben eine Reichweite von gut 100km, das ist so beabsichtigt, weil sie nur Kurzstrecken fahren. Sie werden am Tag teilweise 30 Mal nachgeladen. Bei jedem Be- und Entladevorgang an der Rampe wird der Lkw wieder aufgeladen. 

Die nächste Fahrzeuggruppe hat schon eine Reichweite von 300 bis 400km, weil wir da auch Zustellverkehr machen werden. Die E-Lkws werden entweder mit einem Stromstecker geladen oder mit einer Stromschiene, an die der Lkw automatisch an der Laderampe andockt.

 

Was war der ausschlaggebende Grund, warum Sie sich vor drei Jahren nach einer neuen Telematik-Lösung umgesehen haben?

Eine Integration in unsere bestehenden Softwaresysteme wie Buchhaltung, Lohnverrechnung oder Dispo, war mit dem alten Anbieter nicht möglich. Daher haben wir gesagt, wir brauchen ein System, das wir in unsere bestehenden Softwaresysteme integrieren können. Taxi Temmel hat uns dann gleich MTrack empfohlen.

 

Gibt es erkennbare Einsparungen seit der Umstellung auf MTrack?

Wir haben 1998 schon das erste Telematik-System – damals Alcatell – integriert gehabt. Von daher hat sich nicht viel verändert. Wo wir Einsparungen haben, ist die Lohnverrechnung/Abrechnung, wo wir jetzt automatisiert die Stunden integrieren und auch die Diätenabrechnung machen. Das hat sich schon wesentlich vereinfacht.

 

Gibt es Erweiterungen der Geschäftsfelder für uns im IT-/Fuhrpark-Management, wo Sie sagen, da könnten wir uns drauf stürzen, da ist noch Bedarf?

Vom Umfang her eigentlich nicht. Ich wüsste nicht, welche Bereiche noch offen wären. Prinzipiell stellt sich die Frage, wie viel Information braucht man wirklich vom Lkw? Wir haben Systeme kennen gelernt, die bieten einem alles: Berichte von jedem Schaltvorgang des Fahrers. Die Frage ist nur, wer braucht das, wer kontrolliert das und was mache ich mit dieser Information? Es macht keinen Sinn, wenn ich mir ein paar tausend Euro für Schulungen einspare und dann aber die Mitarbeiter benötige, die die Daten auswerten. Von daher ist der jetzige Umfang ausreichend, wir bekommen ja alle wichtigen Daten schon: Treibstoff, Fahrverhalten usw.