Fuhrparkmanagement: Die Karten auf den Tisch gelegt

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Jänner 18, 2024

Wie sich ein großes Transportunternehmen in Sachen Fuhrparkmanagement professionalisiert und auf welche Parameter dabei besonderer Wert gelegt wird.

Geld sparen, Zeit gewinnen und die Sicherheit gegenüber Behörden optimieren, das sind die essenziellen Parameter eines effizienten Fuhrparkmanagements. Bei Petschl Transporte vertraut man diesbezüglich auf MTrack, die professionelle Fuhrparkmanagementlösung von ITBinder. Nachdem der vormalige Partner Trans-IT von ITBinder übernommen worden sei, habe man sich das MTrack-System von ITBinder genau und im Detail angeschaut und analysiert und sodann festgestellt: „Das ist exakt das, was wir suchen“, erklärt Wolfgang Aigner, Geschäftsführer von Petschl Transporte im Gespräch mit „Der Österreichische Transporteur“.

 

Ladestatus „live“

Das System sei einfach zu bedienen und biete die Möglichkeit, dass es zur Gänze ins firmeneigene Transportmanagementsystem integriert werden könne. „Der Disponent hat auf einem Bildschirm alles im Blick und verwaltet dort die Züge. Ein großer Vorteil ist, dass die Auswertbarkeit der Verbrauchsdaten sowie der Lenk- und Ruhezeiten hervorragend funktioniert“, so Aigner. Ein weiterer wesentlicher Vorteil sei die Live Verfolgung des Ladestatus. „Das heißt, der Fahrer meldet ‚beladen‘ bzw. ‚entladen‘, das ist im System ersichtlich und kann über die Schnittstelle an den Kunden weiter kommuniziert werden.“ Das seien die Hauptgründe gewesen, weshalb sich Petschl Transporte für den Profi in Sachen Fuhrparkmanagement entschieden habe. Mit ITBinder habe man darüber hinaus einen österreichischen Partner, der vom Auftritt her überaus flexibel gewirkt habe, und dieser Eindruck habe sich im Zuge der Zusammenarbeit ganz und gar bestätigt.

 

„Wunschkunden mitgekauft“

Die Kernkompetenz von Petschl Transporte im oberösterreichischen Perg liegt im nationalen und internationalen Schwer- und Sondertransport. Das Unternehmen verfügt zudem über Standorte in Deutschland und Tschechien, über 120 Fahrzeuge und insgesamt 270 Mitarbeiter. Mit der Übernahme von Trans-IT habe man sich gleichsam einen „Wunschkunden mitgekauft“, sagt Sebastian Binder, Geschäftsführer von ITBinder. Petschl Transporte sei schließlich schon immer ein veritabler Vorzeigebetrieb gewesen. Ein erheblicher Vorteil sei gewesen, dass die bestehende Hardware vom vormaligen Anbieter noch in den Fahrzeugen verbaut sei, und diese könne nun als Hybrid-Lösung weiterverwendet werden: „Es bestand keine Notwenigkeit, die bewährte Hardware zu tauschen. Wenn ein neuer Lkw angeschafft wird, kommt unsere Hardware zum Einsatz. Tablets von uns sind bereits in Gebrauch“, erklärt Sebastian Binder.

 

Geschätzte Offenheit

„Wir wollten keine Vertriebsshow bei den Erstgesprächen, sondern dass die Fakten klar auf den Tisch gelegt werden“, betont Petschl-Geschäftsführer Wolfgang Aigner. Man habe spezielle Anforderungen dezidiert angesprochen, wie z.B. Reparatur-Verwaltung oder Werkstatt-Kommunikation. Die Betreuung von ITBinder sei von Beginn an transparent und kompetent gewesen. „Uns wurde klipp und klar gesagt, was möglich ist, was nicht und was wie viel Zeit braucht, bis es möglich ist“, sagt Aigner. Und betont, dass er die Offenheit von ITBinder besonders schätze, die Selbstverständlichkeit, zu
sagen, was Sache ist.

 

Herausforderungen

Der erste Brocken, der zu bewältigen war, hat Wolfgang Aigner überaus beeindruckt: „Bei ITBinder sind die Tablets fahrer-, bei uns fahrzeugbezogen. Es bedurfte eines Umbaus der Denkweise und des Systems. Als ITBinder bei dieser fundamentalen Veränderung mit uns mitgegangen ist, war ich überzeugt: Die sind wirklich flexibel.“ Sebastian Binder ergänzt: „Es war uns bewusst, dass das ein anderer Zugang ist, den es zu adaptieren galt. Auch wir profitieren von derartigen Herausforderungen. Auch andere Kunden werden einen derartigen Zugang haben.“
Effizient seien jetzt die Auftragsübermittlung und die Kommunikation der Disposition mit dem Fahrer. „Früher hat der Fahrer den Auftrag in Form einer Textnachricht vom Disponenten erhalten“, erklärt der Petschl-Geschäftsführer. Heute klicke der Disponent in seinem TMS „Telematiktour senden“, das System übermittle den Auftrag gleichsam in Echtzeit. Die Grunddaten des Auftrags: Ladeadresse, Abladeadresse, Daten für das Navigationssystem etc., all diese Infos werden mit einem Mausklick geliefert.

 

Verbrauchsoptimierung

Besonders schätzt Wolfgang Aigner auch die Dieselverbrauchsoptimierung. Diese bilde eine vortreffliche Diskussionsgrundlage mit dem Fahrer. „So ist dein Verbrauch. Er kommt zustande, weil du relativ viel am Gas stehst, hart bremst, weil deine Leerlaufzahl sehr hoch ist, oder weil der Lkw viel am Stand läuft.“
Für jede Abteilung gelte es darauf zu achten, dass nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden, etwa Schwer- mit Planentransport. Schließlich erhalte jeder Fahrer eine Punktezahl für seine Fahrweise. Und das Unternehmen gewinne in jedem Fall, in puncto Verschleiß und Treibstoffverbrauch. Abgesehen davon habe laut Aigner das gesamte Berichtswesen von der Kooperation mit ITBinder profitiert. Davor habe man in Excel-Listen die gefahrenen Kilometer eingetragen und alles zusammengesucht. Heute habe man alles auf einen Knopfdruck. „Vor allem unsere Fahrer profitieren enorm. Alle Informationen zur Ladestelle sind standardisiert auf dem Tablet. Im Besonderen wichtig ist uns die geführte Navigation, weil im Schwertransport die logischste Strecke nicht immer die richtige ist“, sagt Aigner.

 

Maßgeschneidert

Für Sebastian Binder sind zwei Sachverhalte spezifisch für Petschl Transporte: Zum einen die fahrzeugbezogene Tabletzuordnung und „dass die Fahrer den Luxus von zwei Geräten im Fahrzeug haben“. Das Tablet inklusive Navi plus ein Handy, das die Daten eins zu eins „gespiegelt“ hat. „Wenn der Fahrer draußen ein Foto machen muss, muss er nicht sein Tablet rausnehmen, sondern kann es mit dem Handy machen, und beide Geräte haben die Daten gespiegelt“. Ein weiteres Feature, das die Zukunft bringt und auf das sich das Unternehmen Petschl freut, ist die Verstoßauswertung. Diese soll künftig mit dem Fahrverhalten zusammenspielen. Ziel sei eine komplette Auswertung aller relevanten Daten, um die Fahrweise des Fahrers optimal analysieren zu können. ITBinder wird das Feature auf der Fachmesse „transport logistic“ im Mai in München präsentieren. Ab Herbst wird es sodann verfügbar sein.

 

App-Lösung für die Dispo

Robert Atteneder zeichnet seit zehn Jahren für die Leitung der IT im Hause Petschl verantwortlich und war bei der Implementierung von MTrack maßgeblich beteiligt. „Mit ITBinder haben wir es mit einem agilen und dynamischen Partner zu tun, der maximal flexibel und lösungsorientiert agiert“, so Atteneder. Der vor allem auch die App-Lösung für die Disponenten lobt. Über diese App könne der Disponent dem Fahrer unverzüglich zurückschreiben, auch am Wochenende von zu Hause aus. Letztlich sind es oftmals die Transparenz und die Offenheit von ITBinder, die den Petschl-Geschäftsführer vollends überzeugen: „Die Erweiterung des Nachrichten-Tools wollten wir rascher umsetzen, aber weil ITBinder bis zur Messe in München die erwähnte Verstoßauswertung fertig haben will, um sie dort vorstellen zu können, haben wir das Procedere in den Sommer verschoben“, so Aigner. „Entwicklungsschritte werden offen kommuniziert, auch wenn sich einmal etwas verzögert wie z.B. die Erweiterung des Nachrichtentools, wird dies klar offengelegt.“ Das sei gelebte Partnerschaft. „Wenn proaktiv kommuniziert wird, dass sich diese Entwicklung aus dem besagten Grund verzögert, aber eben im Sommer verwirklicht werde, dann glaube ich das, weil bisher immer alles funktioniert hat, was zugesagt wurde.“

(WOB, Der österreichische Importeur, Mai 2023)

 

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